Fairy Grrrls Project beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um Körper, Gender, Pathologisierungsvorgänge. In wechselnder Besetzung sind verschiedene Projekte zu den Kategorien "gesund" und "krank" in Planung unter der Regie von Angèla Kopf. Die Wurzeln liegen dabei im zeitgenössischem Figurenspiel; meistens im Dialog mit einer anderen Kunstform.

 


Foto:s Angèla Kopf / Portaitfoto: Oliver Röckle

Angèla Kopf ist Deutsch-Französin und beherrscht beide Sprachen perfekt. Sie lebte lange Jahre in Nancy, Frankreich und wirkte dort in verschiedenen Inszenierungen mit. So spielte sie unter anderem in „Berlin dein Tänzer ist der Tod“ von Enzo Corman unter der Regie von Didier Manuel mit, wirkte an den Stückentwicklungen „Brûlures“ (Brandmahle) über das lyrische Werk der russischen Autorin Marina Tswetaewa und „Double Box“ nach Briefen von Geängnis-Insass_innen mit dem Ensemble Compagnie Sans Sommeil mit. Daraufhin lernte sie Masken und Clownstheater und entdeckte das Figurentheater. 

Von 2011-2016 studierte sie zeitgenössisches Figurenspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und spielte in den Inszenierungen „Frankenstein“, „Buttje Buttje, ein Fischerexperiment“ unter der Regie von Stephie Rinke, so wie „Peer Gynt“ unter der Regie von Thomas Krupa mit. Darüber hinaus entwickelte sie drei kurze experimentelle Solos unter der Leitung von Florian Feisel und Julika Mayer die sich mit Behinderung, Sexualität und Ausgrenzung befassten. Den Studiengang absolvierte sie mit dem Schwerpunkt „Konzeption und Regie“.

In ihrem Abschlussprojekt verarbeitete sie Ausschnitte ihrer eigenen französischen literarischen Texte unter dem Titel „le chant des vulves“, die sie ins Deutsche übertrug. Diese nahmen reale medizinische Texte als Ausgangpunkt einer poetischen Aneignung. Daraus entstand 2019 die Neu-Inszenierung „Ex Utero“ die eine Begegnung von Objekttheater, Gesang und neuen Medien beinhaltete.
Ihre Regieprojekte beschäftigen sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Krankheit, Körperbildern und “Othering“ und sind meist transdisziplinär angelegt.